James Bond – Casino Royale (Collector’s Edition, 2 DVDs + 2 Decks Pokerkarten) Reviews

Autor: incrediblem Datum: 26.August 2011 Bereich: Poker Filme

Ein wirklich toller James-Bond 007 Teil, wenn nicht sogar einer der besten. Wir sprechen von Casino Royale. Ein Film bei dem sich fast alles um Poker dreht.

James Bond ist zurück, im wahrsten Sinne des Wortes. Casino Royale markiert die Rückkehr zu Ian Flemings ursprünglicher Bond-Romanfigur. Viel Spass…

James Bond - Casino Royale (Collector's Edition, 2 DVDs + 2 Decks Pokerkarten)

Daniel Craigs erster Auftritt als James Bond bietet erstklassige Unterhaltung und ein nicht für möglich gehaltenes Revival der totgeglaubten Filmreihe.

James Bond ist zurück, im wahrsten Sinne des Wortes. Casino Royale markiert die Rückkehr zu Ian Flemings ursprünglicher Bond-Romanfigur. Dort war der britische Geheimagent bei weitem nicht der Charmeur und unwiderstehliche Liebhaber der Roger Moore und Pierce Brosnan Ära; ein Party Löwe, der im Alleingang gigantomanisch veranlagte Megaschurken mit einem müden Lächeln erledigte, während sein eigentliches Interesse den berüchtigten Bond Girls galt. Der echte Bond trägt hingegen, überspitzt formuliert, starke Züge eines hemdsärmeligen Psychopathen; ein beziehungsunfähiger seelischer Krüppel, der im Zweifelsfall, eher widerwillig, auch im Smoking eine gute Figur abgeben kann. Casino Royale stellt nun die spannende Frage, wie Bond zu dem wurde was er ist.

Kurz umrissen zeichnet der Film also die Geburt des Geheimagenten nach und beginnt am Anfang. Bond ist noch ein unbeschriebenes Blatt beim MI6. Er muss sich zunächst bewähren und erhält nach zwei routiniert abgearbeiteten Aufträgen den 007 Status. Seine erste große Mission führt ihn zu Le Chiffre, einem Bankier weltweit operierender Terroristen. Um Le Chiffre zu stoppen und das Terror-Netzwerk zu zerschlagen, muss Bond seinen Widersacher bei einem Pokerspiel im Casino Royale niederringen. Bonds Umgang mit den ihm zur Verfügung gestellten Steuergeldern, wird dabei, zu seinem Unmut, von einer zufälligerweise ausnehmend attraktiven Beamtin des britischen Schatzamtes überwacht.

Der entscheidende Schachzug für das Gelingen dieser mutigen Annäherung an den Stoff, war die Verpflichtung des britischen Schauspielers Daniel Craig. Bei Craig hat man immer den Eindruck, als sei er aus einem Granitstein herausgearbeitet worden: ideale Voraussetzungen also für eine „hardboiled“ Variante des über die Jahrzehnte bis zur Unkenntlichkeit weichgespülten Helden. Dazu kommt ein überraschend intelligentes Drehbuch, das im Kern ein brilliant ausgearbeitetes Kammerspiel in sich trägt: die Konfrontation zwischen Bond und Le Chiffre im Casino. Der eigentliche Clou jedoch ist die Einführung einer Frauenrolle, die durch ihre Widersprüchlichkeit den männlichen Hauptfiguren den Rang abläuft. Eva Green verkörpert diese Frau, und es ist die Chemie zwischen ihr und Daniel Craig, die den Film trägt. Immer dann wenn Casino Royale in Schieflage zu drohen gerät, tritt schließlich Regisseur Martin Campbell auf den Plan und bremst die Geschichte mit ironischen Einschüben elegant ein. Selbst eine schmerzhaft anzusehende Foltersequenz bekommt unter Campbells Führung eine wunderbar leichte Note ohne ihren dramaturgischen Gehalt für die Geschichte zu schmälern – vielleicht das größte Verdienst des Films.

Man kann ganz sicher einwenden, dass Casino Royale zu lang geraten ist, dass der Höhepunkt am Ende im Vergleich zum Mittelteil ein wenig abfällt und dass es ein paar Ungereimtheiten im Storytelling zu entdecken gibt. Alles richtig und dennoch gilt festzuhalten: Casino Royale hat das scheinbar unmögliche vollbracht und einer totgeglaubten Filmreihe neues Leben eingehaucht. Eine bemerkenswerte Leistung. --Thomas Reuthebuch Daniel Craigs erster Auftritt als James Bond bietet erstklassige Unterhaltung und ein nicht für möglich gehaltenes Revival der totgeglaubten Filmreihe. James Bond ist zurück, im wahrsten Sinne des Wortes. Casino Royale markiert die Rückkehr zu Ian Flemings ursprünglicher Bond-Romanfigur. Dort war der britische Geheimagent bei weitem nicht der Charmeur und unwiderstehliche Liebhaber der Roger Moore und Pierce Brosnan Ära; ein Party Löwe, der im Alleingang gigantomanisch veranlagte Megaschurken mit einem müden Lächeln erledigte, während sein eigentliches Interesse den berüchtigten Bond Girls galt. Der echte Bond trägt hingegen, überspitzt formuliert, starke Züge eines hemdsärmeligen Psychopathen; ein beziehungsunfähiger seelischer Krüppel, der im Zweifelsfall, eher widerwillig, auch im Smoking eine gute Figur abgeben kann. Casino Royale stellt nun die spannende Frage, wie Bond zu dem wurde was er ist. Kurz umrissen zeichnet der Film also die Geburt des Geheimagenten nach und beginnt am Anfang. Bond ist noch ein unbeschriebenes Blatt beim MI6. Er muss sich zunächst bewähren und erhält nach zwei routiniert abgearbeiteten Aufträgen den 007 Status. Seine erste große Mission führt ihn zu Le Chiffre, einem Bankier weltweit operierender Terroristen. Um Le Chiffre zu stoppen und das Terror-Netzwerk zu zerschlagen, muss Bond seinen Widersacher bei einem Pokerspiel im Casino Royale niederringen. Bonds Umgang mit den ihm zur Verfügung gestellten Steuergeldern, wird dabei, zu seinem Unmut, von einer zufälligerweise ausnehmend attraktiven Beamtin des britischen Schatzamtes überwacht. Der entscheidende Schachzug für das Gelingen dieser mutigen Annäherung an den Stoff, war die Verpflichtung des britischen Schauspielers Daniel Craig. Bei Craig hat man immer den Eindruck, als sei er aus einem Granitstein herausgearbeitet worden: ideale Voraussetzungen also für eine hardboiled Variante des über die Jahrzehnte bis zur Unkenntlichkeit weichgespülten Helden. Dazu kommt ein überraschend intelligentes Drehbuch, das im Kern ein brilliant ausgearbeitetes Kammerspiel in sich trägt: die Konfrontation zwischen Bond und Le Chiffre im Casino. Der eigentliche Clou jedoch ist die Einführung einer Frauenrolle, die durch ihre Widersprüchlichkeit den männlichen Hauptfiguren den Rang abläuft. Eva Green verkörpert diese Frau, und es ist die Chemie zwischen ihr und Daniel Craig, die den Film trägt. Immer dann wenn Casino Royale in Schieflage zu drohen gerät, tritt schließlich Regisseur Martin Campbell auf den Plan und bremst die Geschichte mit ironischen Einschüben elegant ein. Selbst eine schmerzhaft anzusehende Foltersequenz bekommt unter Campbells Führung eine wunderbar leichte Note ohne ihren dramaturgischen Gehalt für die Geschichte zu schmälern, vielleicht das größte Verdienst des Films.

bester Preis: EUR 16,99

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Kommentare (3)

  • J. Schlachter "Schlachti"
    9. Juni 2011 um 01:07 |
    126 von 156 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    5.0 von 5 Sternen
    Er lebt und schwitzt, 11. Januar 2007

    Vier Jahre (gefühlte acht) später ist es soweit: endlich wieder ein neuer Bond-Film! Und dann auch noch mit einem Blond Bond. Frevel! Aber was soll ich sagen: es funktioniert!

    Nach gut zweieinhalb (gefühlten anderthalb) Stunden kann man nur feststellen, dass die Wiederbelebung und Reinvention des langlebigsten Seriencharakters der Filmgeschichte perfekt gelungen ist. Anstelle der smarten Womanizer vom Schlage Brosnan und Moore, die auch während der heftigsten Fights kaum einen Tropfen Martini verschütteten, erleben wir mit Daniel Craig einen blutenden, schwitzenden und kompromisslos grimmigen Bond. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass Craig die physisch forderndste und erkennbar oft ohne Stuntdouble auskommende Performance der Serie abliefert. So kommt der erste Akt, der eine spektakuläre Actionsequenz nach der anderen in im Bond-Universum selten gesehener Rasanz aufbietet, über weite Strecken ohne viel Dialog aus.

    Ab dem Schauplatzwechsel zum titelgebenden Casino macht sich dann die Verpflichtung des oscargekrönten Drehbuchautoren Paul Haggis (MILLION DOLLAR BABY, L.A. CRASH) bemerkbar, der eine Handvoll der (in den vergangenen 2-3 Bondstreifen vermissten) geschliffensten Dialoge der Serie geschrieben hat, die der Klasse eines bspw. GOLDFINGER in nichts nachstehen. So findet Bond in Kollegin Vesper Lynd (schön und klug: Eva Green) kein weiteres williges Laken-Opfer, sondern eine komplexe, zunächst undurchschaubare Persönlichkeit, deren für das Alphatier Bond ungewohnt abweisendes Verhalten umso anziehender wirkt. Ihr verbaler Schlagabtausch sprüht vor Ironie und tatsächlich Erotik. Ähnliche ironische Brechung sorgt auch dafür, dass eine für empfindsame Gemüter zu lang geratene Foltersequenz – der fiese Gegenspieler Le Chiffre traktiert den nackten Bond mit einem Schiffstau an des Mannes sensibelster Stelle – nicht die komplette Stimmung des bereits ernster als die unmittelbaren
    Vorgänger ausgefallenen Films kippt.

    Im Schlussakt werden noch einmal die Schauwerte aufgeboten, die der Fan erwartet und die für erhöhten Puls und freudigen Glanz in den Augen sorgen. Der Mann-gegen-Mann Schlussfight in einem zusammenstürzenden Gebäude hebt sich dabei wohltuend ab von den zu oft gesehenen, abgehobenen Materialschlachten in Raumstationen, Flugzeugen oder U-Booten, die bis dato zwangsläufig den Rahmen jedes 007 Showdowns bildeten. Und wenn in der letzten Filmsekunde endlich die magischen Worte “Mein Name ist Bond – James Bond” gesprochen werden, wird hoffentlich auch der letzte Zuschauer überzeugt sein, der ersten und sicher nicht letzten Mission des einzig wahren Doppelnullagenten mit dem Namen Craig, Daniel Craig beigewohnt zu haben.

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  • Florian Hoffmann
    9. Juni 2011 um 01:31 |
    62 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    5.0 von 5 Sternen
    Starke Wiedergeburt eines Kino-Mythos, 21. Februar 2007
    Von 

    Der neue Bond überzeugt fast auf ganzer Linie. Es ist schwer zu sagen, ob “Casino Royale” nun der beste Bond aller Zeiten ist, denn dann würde man Filmen wie “Goldfinger”, “Dr. No” oder “Feuerball” u.a. Unrecht tun.

    Dennoch schlägt dieser ganz andere Bond richtig ein, wie schon lange keiner mehr. Der Film ist im Prinzip genau das, was man erwartet hat: Ein roher, sachlich gemachter Actionfilm im Stil der “Bourne” Filme, der größtenteils ohne Spielereien auskommt und Figuren aufweist, mit denen man sich tatsächlich identifizieren kann. Trotzdem kommen, wie bei Bond-Filmen üblich, die Schauwerte definitiv nicht zu kurz.

    Das Highlight des Films ist jedoch ganz unbestreitbar Daniel Craig, ein echter, maskuliner Charakterdarsteller mit unglaublich kantigen Gesichtszügen. Er bringt eine große Verletzlichkeit in die Rolle ein, man hat jedoch trotzdem immer das Gefühl, das er im nächsten Moment explodieren kann. Dies gibt ihm eine menschliche, aber zugleich auch ungemein gefährliche, animalische Aura. Im Grunde trägt er diesen Film mit seiner wuchtigen Präsenz und gerade deswegen überzeugt “Casino Royale” auch am meisten. Sein Gegenspieler Mads Mikkelsen ist allerdings ebenso faszinierend und der Film wirkt durch ihr Zusammenspiel ausgesprochen dynamisch. Auch er ist ein nachvollziehbarer, menschlicherer Bösewicht, der auch Schwächen hat und nicht nur Bond fürchten muss. Eva Green als Vesper Lynd überzeugt ebenfalls, obwohl sie trotzdem eher Beiwerk bleibt.

    Die Actionszenen sind hervorragend und routiniert inszeniert, ganz besonders die erste Verfolgungsjagd, die eine regelrecht atemlose Intensität besitzt. Der Film wirkt alles in allem ernster und clever konstruiert, auch wenn manche Wendungen vielleicht etwas vorhersehbar sind.

    Der Unterhaltungswert ist natürlich enorm hoch, die stattliche Laufzeit von 145 Minuten verfliegt eigentlich ganz schnell und man ist nicht eine Sekunde gelangweilt. Großartig sind auch die vielen komischen Momente, die zu keiner Zeit aufgesetzt wirken, sondern die Handlung unterstützen.

    Vielleicht hätte der Film noch etwas härter sein können, dennoch ist “Casino Royale” eine starke Wiedergeburt der Reihe, auch wenn einige Fans vielleicht zurecht kritisieren, dass dies zwar ein guter Actionfilm ist, aber dafür ein weniger guter Bond. Aber diese neu eingeschlagene Richtung ist meiner Meinung nach sehr willkommen.

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  • F. A. Mey
    9. Juni 2011 um 02:21 |
    27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    5.0 von 5 Sternen
    Alles Neu, 30. März 2007

    Vorab:

    Lassen Sie sich nicht durch Kommentare irreleiten, die behaupten, dies sei KEIN Bond-Film. Es ist nämlich sehr wohl einer.

    Wie immer ist es für viele schwer eingefahrene Wege zu verlassen und sich Neuem hinzuwenden.

    Es handelt sich hier um einen völlig neuen BEGINN der erfolgreichsten Kinoserie aller Zeiten. Nichts bezieht sich mehr auf frühere Filme. Insofern befinden wir uns im Jahr 1962, als Dr.No in die Kinos kam und wie damals wurde hier ein (neuer) Stil festgelegt. Was keine Floskel ist. Düsterer, die Szenen in denen getötet wird härter und ein Geheimagent, der auch mal blutet und dem eben nicht alles leicht von der Hand geht. Jemand der Bond nur in der Vergangenheit gestreift hat mag das nicht interessieren. Bond-Fans, oder solche die sich dafür halten, haben damit schon ihre größeren Schwierigkeiten.

    Eben ein Bond, der im Casino selber mal schnell ausgetrickst wird und all seine schönen Chips verliert und sich mit Müh und Not wieder einkaufen muß… Das wäre Roger Moore nie passiert.

    Und genau deswegen ist der Film klasse. Ein Film der für die Zukunft alle Türen offen läßt und die Möglichkeit gibt den Charakter Bond sich mal ENTWICKELN zu lassen. Mit all seinen Stärken und Schwächen. Deshalb bin ich als echter Bond-Fan wirklich von diesem enormen Bruch mit der bisherigen Serie und so wie es umgesetzt wurde sehr begeistert.

    Zum Schluß noch eine Anmerkung: Wer behauptet die Actionszenen seien unrealistisch, der hat sich nicht mal die Mühe gemacht das Making of zu sehen. Der Kampf auf dem Kran hat tatsächlich in 60m Höhe stattgefunden. Also mehr als realistisch.
    Auch hier sind die Macher zur “Handarbeit” zurückgekehrt.

    Wenn etwas explodiert, gehts wirklich hoch. Wenn jemand über Krokodile läuft, läuft dort wirklich jemand über Krokodile. Auch dies macht alle Bondfilme einzigartig.

    Auch hier bin ich froh das man von Mickey Maus computeranimierten(noch dazu grottenschlecht) Surfriesenwellen nach Eisabbruch des Vorgängers weggekommen ist.

    Daniel Craig hat tatsächlich, schauspielerisch und auch finanziell an den Kinokassen, das geschafft was Tim Dalton in den 80ern versuchte, aufgrund der Konzeption der damaligen Filme aber nicht leisten konnte.

    Nämlich einen völlig anderen Bond zu zeigen, der den Büchern fast 1:1 entspricht.

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